Gespräche mit Eltern und Kindern über Sterben und Tod - Prof. Dr. Michael Charlton, Jens Terjung

Wenn ein Kind schwer erkrankt ist, steht die Welt Kopf. Diese Situation wirft bei allen Beteiligten vielfältige Fragestellungen auf – auch im religiösen/ spirituellen Bereich.

In einem ersten Beitrag wird über die Erfahrungen in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Kindern aus der Sicht der Seelsorge in einer Kinderklinik berichtet – in Bezug auf das erkrankte Kind, auf die Eltern und andere Geschwisterkinder wie auch in Bezug das Personal. Über die akute Begleitung hinaus wird vorgestellt, wie verwaiste Eltern auch in der Nachsorge – z. B. durch Gedenkgottesdienste und andere Formen – spirituelle Begleitung in ihrer Trauer erfahren können.

In einem zweiten Kurzreferat werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Krisenintervention in solchen Familien vorgetragen, in denen ein Elternteil, ein Kind oder ein Geschwister gestorben ist. Es ist hilfreich, wenn spirituelle Begleiter eine Vorstellung davon haben, auf welche Weise und mit welchen inneren Bildern betroffene Kinder möglicherweise versuchen, sich selbst die Tatsache des Todes eines Angehörigen und dessen Folgen zu erklären. Daher wird es auch darum gehen, wie Kinder in Abhängigkeit von ihrem Alter und ihrem Kenntnisstand eine jeweils unterschiedliche Vorstellung von Tod und Sterben entwickeln.

Ein abschließender Teil der Workshops soll für den Gedankenaustausch unter den Anwesenden reserviert bleiben.

Prof. Dr. Michael Charlton und
Jens Terjung