Am Beispiel existentieller Krisen in Lebenserzählungen minderjähriger Mütter wird gefragt, welche Beziehungserfahrungen darin zur Sprache kommen. Wie ist die derzeitige Lebenssituation und welche Möglichkeiten aktueller Bewältigung gibt es?
Auf dem Hintergrund neuerer Bindungsforschung wird gefragt welche Kommunikationsmöglichkeiten des Umgangs und der Bewältigung es gibt und welche triadischen Formen der Bewältigung dienen. Dabei wird diskutiert, welche Funktionen soziale Unterstützung und Religion bei der Bewältigung von Not und Verlassenheit ausüben kann.
Der Mensch braucht wesentlich die Bezogenheit zu einem „Dritten“. Wir sind neurologisch gesehen prädisponiert für eine triadische Beziehungsfähigkeit und dafür gibt es Entsprechungen im christlichen Menschenbild. Die Diskussion dieser These von Klaus Baumann im workshop soll helfen, Formen der Bewältigung auch unter spirituellen Aspekten zu erforschen und welche Formen der Prävention entwickelt werden können.
Diskutiert werden Thesen zur „Enteignung von Kindheit“ (Giorgio Agamben, Philipp Ariés, Walter Benjamin) Bewältigung durch Selbstwirksamkeit (Ralf Schwarzer), Funktion von Religion (Niklas Luhmann).
Dr. rer. soc. Dieter Fuchs, Dipl.-Psych.