Beitrag zu einer Dialogkultur
Playbacktheater ist eine international praktizierte Improvisationstheatermethode, durch die bisher unerzählte alltägliche Geschichten hör- und sichtbar werden: Eine Gruppe von Spieler/innen stellt mit Körperausdruck, Musik und Sprache dar, was einzelne aus dem Publikum (oder der Teilnehmer/innengruppe) an persönlichen Erfahrungen mitteilen. Folgende Dialogkompetenzen werden hier praktiziert:
Beim Zuhören, Zuschauen, beim Spielen und Erzählen entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Es gründet sich im Erleben von Gemeinsamkeiten und in der Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit. Spannungen und Konflikte können aus verschiedenen Perspektiven angeschaut werden. Wirkliche Begegnungen können möglich werden.
In dem Workshop werden die basalen Formen des Playbacktheaters ausprobiert. Dieser Ansatz von szenischem Arbeiten ist in der pädagogischen Gruppenarbeit, der Erwachsenenbildung und im Unterricht wirksam einsetzbar.
Bitte mitbringen: Spiel- und Erzähllust, bequeme Kleidung (Hosen), Gymnastikschuhe oder Socken
Workshopleiterin: Jutta Heppekausen:
Master of Arts in Supervision (DGSv), Theaterpädagogin, Psychodramaleiterin, Geschäftsführerin der Päd. Werkstatt (PH Freiburg), Leiterin von „Blickwechsel – Playbacktheater Freiburg“
Zum Einlesen:
Salas, Jo(1996): Playback-Theater, Berlin: Alexander Verlag
Fox, Jonathan (1996): Renaissance einer alten Tradition . Playback Theater. InScenario Verlag Köln
Fox, Jonathan / Dauber, Heinrich (Hg.) (1999):Playbacktheater – wo Geschichten sich begegnen. Internationale Beiträge zu Theorie und Praxis des Playbacktheaters. Verlag Julius Klinkhardt Heilbrunn
Heppekausen, Jutta: Begegnung statt Gewalt: Politische Wirkungsmöglichkeiten von Playbacktheater als Beitrag zu einer Moral der Verantwortung. In: Korrespondenzen, 19: Jg. Heft 42, S.35-43
Heppekausen, Jutta: Gewaltprävention durch Theaterspielen: Playbacktheater als Theater der Begegnung in der Schule. In: Politisches Lernen, 1-2/04, 22. Jahrgang 2004, S. 41-46